Donaucenter Neu-Ulm
Brutalistische Hochhausarchitektur der 1970er-Jahre
Das Donaucenter wurde von 1971 bis 1974 nach Plänen des Architekten H. M. Wein erbaut und wird dem Baustil des "Brutalismus" zugeordnet. Das 16-geschossige Wohn- und Geschäftsgebäude prägt bis heute markant das Donauufer in Neu-Ulm.
Diese Unterrubrik befindet sich derzeit im Aufbau und wird nach und nach mit eigenen Fotografien vervollständigt. Innerhalb der Donaucenter-Rubrik werden detaillierte Nah- und Detailaufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven gezeigt, darunter Froschperspektive, Zentralperspektive, Kavaliers-perspektive sowie Totaleinstellungen. Die Aufnahmen entstehen aus verschiedenen Blickwinkeln, zu unterschiedlichen Jahreszeiten und unter wechselnden Licht- und Wetterbedingungen.
Fassadensanierung und rückwärtige Ansicht des Donaucenter´s
Donau Center Detail- Ausschnitt mit DDR Version des Ampelmännchens
Baumgeäst nach Mandelbrot. Komplexität aus Wiederholung. Gaudí verstand das Prinzip, beim Brutalismus stand die Materialeffizienz im Vordergrund
Zwischen Neu-Ulm und Ulm: Vom Petrusplatz aus erscheint das Donaucenter, rechts flankiert vom Münster.
Petrusplatz Durchsicht bis zum Donaucenter
Natur rechnet fraktal. Gaudí übersetzt. Die Moderne kürzt auf 90 Grad und nennt es Fortschritt.
Indian Summer & Blick zum Donaucenter
Blickrichtung Neu - Ulm & Donaucenter
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Donaucenter-Fassadenrenovierung-BW
Donaucenter
Donaucenter-Detail-Froschperspektive.
Fraktale Ordnung versus konstruktive Härte
Gaudí und Mandelbrot – eine Konträrauffassung zum Brutalismus der Moderne
Antoni Gaudí integrierte die Kreiszahl πpi 𝜋 (3,14) nicht als statischen Wert, sondern als grund-legendes Prinzip des organischen Wachstums. Für ihn war Mathematik die Sprache der Natur, die er direkt in seine Architektur übersetzte.
Sein Verständnis von „Pi-basiertem Wachstum“ lässt sich in drei zentralen Punkten zusammenfassen:
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Regelrad-Geometrie (Ruled Surfaces): Gaudí nutzte komplexe mathematische Formen wie Hyperboloide, Paraboloide und Helikoide. Diese Formen entstehen durch die Bewegung von Geraden im Raum – ein dynamischer Prozess, der dem Wachstum von Pflanzenstämmen oder dem Drehmoment von Muskeln nachempfunden ist.
πpi 𝜋 ist hierbei die Konstante, die die Krümmung und das Verhältnis dieser Rotationsflächen bestimmt.
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Die Abkehr von der Geraden: Gaudí vertrat die Ansicht, dass die Natur keine geraden Linien kennt. Seine Architektur „wächst“ wie ein Wald (z. B. die Säulen in der Sagrada Família), wobei die Proportionen oft auf der Fibonacci-Folge und dem Goldenen Schnitt basieren, die in der Kreisgeometrie eng mit πpi
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Strukturelle Logik: Anstatt massive Mauern zu bauen, nutzte Gaudí Kettenlinien-Bögen (Catenaries). Er entwickelte diese durch hängende Modelle, bei denen Gewichte die natürliche Kraftverteilung vorgaben. Das Ergebnis war ein hocheffizientes, „organisches“ Tragsystem, das mathematisch durch die Kreis- und Hyperbelfunktionen definiert ist.
Gaudís Prinzip war es, dass Schönheit aus der Funktionalität folgt: Wenn man die Gesetze der Natur (und damit die Mathematik hinter πpi 𝜋) beachtet, entsteht Harmonie automatisch.
Die Verbindung zwischen Gaudís Architektur und der Mandelbrot-Menge („Apfelmännchen“) liegt in der fraktalen Logik des organischen Wachstums. Obwohl Gaudí Jahrzehnte vor Benoît Mandelbrot arbeitete, nutzen beide dieselben mathematischen Prinzipien der Natur:
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Selbstähnlichkeit (Self-Similarity): Das Hauptmerkmal des Mandelbrot-Fraktals ist, dass sich Strukturen im Kleinen wie im Großen wiederholen. Gaudí wandte dies intuitiv an: In der Sagrada Família verzweigen sich die Säulen wie Baumstämme in immer kleinere Äste, die nach derselben geometrischen Regel aufgebaut sind. Dieses hierarchische Wachstum ist eine physische Entsprechung der fraktalen Geometrie.
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Die versteckte Zahl Pi: Ein verblüffender mathematischer Bezug ist, dass
πpi 𝜋 direkt in der Mandelbrot-Menge „kodiert“ ist. Wenn man die Iterationen zählt, die ein Punkt nahe der Grenze (am „Hals“ bei
c=-0,75c equals negative 0 comma 75
𝑐=−0,75 oder an der „Spitze“ bei
c=0,25c equals 0 comma 25
𝑐=0,25) benötigt, um zu divergieren, ergeben diese Zählwerte die Ziffernfolge von Pi (
3,31,314,3141...3 comma 31 comma 314 comma 3141. point point
3,31,314,3141...). Dies beweist, dass πpi 𝜋 nicht nur Kreise beschreibt, sondern die fundamentale Grenze zwischen Ordnung und Chaos markiert – genau dort, wo Gaudí seine Formen ansiedelte.
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Wachstumsalgorithmen: Während die Mandelbrot-Theorie Wachstum durch die Formel
zn+1=zn2+cz sub n plus 1 end-sub equals z sub n squared plus c 𝑧𝑛+1=𝑧2𝑛+𝑐 beschreibt, nutzte Gaudí Helikoide und Hyperboloide, um organisches Wachstum statisch einzufangen. Beide Ansätze nutzen die Iteration (Wiederholung), um aus einer simplen Regel eine unendliche Komplexität zu erzeugen.