„Innovative Fotokunst, die unsere Zeit reflektiert, kritisch hinterfragt und neue Denkräume eröffnet – für Sammler jenseits des Mainstreams.“
DIN A4 (210 x 297 mm) – 69,00 EUR
DIN A3 (297 x 420 mm) – 96,50 EUR
DIN A2 (420 x 594 mm) – 174,60 EUR
DIN A1 (594 x 841 mm) – 268,00 EUR
DIN A0 (841 x 1189 mm) – 394,60 EUR
Thomas Theodor Heine (1867–1948)
Die rote Bulldogge des Simplicissimus, um 1896. Markenzeichen der Münchner Satirezeitschrift Simplicissimus.
SCHREIBEN SIE RUHIG
ICH FOTOGRAFIERE NUR
Rund um den Globus, quer durch alle Kontinente und Zeitzonen – und gelegentlich auch am gesunden Men-schenverstand vorbei. Die wirklich guten Bilder halten sich ohnehin weder an geografische noch an zeitliche Grenzen. Sie kommen, wenn sie wollen, verschwinden, wenn man sie braucht, und landen bevorzugt dort, wo niemand nach ihnen gefragt oder gesucht hat – geschweige denn auf die Idee gekommen wäre, sie zu vermissen.
Von gut über 400.000 meiner Fotos schafft es irgend-wann auch das eine oder andere auf diese meine Homepage. Manche sofort, manche nach Jahren und manche erst dann, wenn ich längst zu vergessen drohe, warum und weshalb ich sie überhaupt aufgenommen habe.
Die Pünktlichen sind Fotografien. Die unorthodox Verspäteten nennt man der Einfachheit halber Kunst. Und auf den Menschen übertragen? Künstler. Sie kommen selten zu spät – meistens nur zu einer Zeit, die außer ihnen noch niemand verstanden hat.
Für den nötigen Biss sorgen meine Fotos – und gelegentlich auch meine Texte.
Der „SIMPL“ ist insbesondere, fürs Grobe zuständig.
„Kini“ Ludwig (Skywalker) II. – Zwischen Märchenschloss und Maschinenzeit, zwischen Wahn und Vision – zwischen (KI) und (AI) und (HI)
„Fotografie und Kunst begegnen sich in meinen Arbeiten wechselseitig: In seltenen, geglückten Momenten wird Fotografie zum Kunstwerk und Kunst zur fotografischen Erfahrung – ein visuelles Ganzes, das sich im Blick der Betrachtenden entfaltet.“
Fotografie, Kunstgeschichte und KI – ein visueller Dialog
In jüngster Zeit erweitere ich diesen Ansatz durch die intensive Zusammenarbeit mit generativer KI. Ausgangspunkt bleiben dabei meine eigenen Fotografien, meine Bildideen und ein über viele Jahre gewachsenes Interesse an Kunst-, Architektur- und Designgeschichte. Bauhaus und Neue Sachlichkeit, Konstruktivismus, De Stijl, Futurismus, Pop Art oder Surrealismus bilden keinen bloßen Stilfundus, sondern einen kunstgeschichtlichen Erfahrungsraum, aus dem sich immer neue visuelle Beziehungen entwickeln lassen.
Entscheidend ist für mich dabei das präzise und zielgerichtete Prompting. Im Dialog mit der KI werden Ideen formuliert, verworfen, korrigiert, kombiniert und weiterentwickelt. Oft entstehen dabei überraschende Ergebnisse, die ich so nicht vorausgesehen hätte – die aber wiederum neue eigene Gedanken und Gestaltungsmöglichkeiten auslösen. Es ist ein Wechselspiel zwischen Erfahrung, Intuition, Zufall und digitaler Transformation.
Die so entstehenden Bilder verstehe ich deshalb nicht unbedingt als Endpunkt, sondern häufig als künstlerische Steilvorlage: als Entwurf, Ideengeber und Experimentierfeld für weitere fotografische, grafische oder malerische Prozesse.
Die KI liefert Möglichkeiten – Auswahl, Richtung, Urteil und die Entscheidung darüber, was daraus entstehen soll, bleiben Teil des künstlerischen Prozesses.
Entdecken Sie hochwertige Fotokunst in beeindruckender Qualität. Wählen Sie Ihr Lieblingsmotiv und lassen Sie es in verschiedenen DIN-Formaten auf edlem Fine-Art-Papier drucken. Jedes Werk ist ein einzigartiges Statement für Ihr Zuhause oder Büro.
🔹 Direkt vom Künstler – ohne Umwege 🔹 Brillante Farben & höchste Detailtreue 🔹 Verschiedene Formate passend für Ihre Räume
„Jetzt Ihr ganz persönliches Kunstwerk sichern!“
„Exklusiv sichern: Zeitgenössische Fine-Art-Fotografie – direkt vom Urheber, für anspruchsvolle Sammler!“
Nahezu alle Fotografien auf meiner Website sind als hochwertige Fine-Art-Prints in dem ge-wünschten DIN-Format erhältlich. Jeder Druck ist signiert, nummeriert und mit einem Copyright-Stempel versehen – ein echtes Sammlerstück. Auf Anfrage sind die Motive auch auf Leinwand, hinter Acrylglas oder auf Alu-Dibond erhältlich. Die Preise variieren je nach Material und fallen dann entsprechend höher aus.
✅ Brillante Qualität & edle Materialien ✅ Sicher gerollter Versand für maximalen Schutz ✅ Versand- und Verpackungskosten inklusive ab Format A2
„Machen Sie Ihre Wände zur Kunstgalerie!“
- Roman Gruber Nonconform Art Photography -
Originale eines kreativen Universalisten – entstanden aus jahrzehntelanger Erfahrung in Fotografie, Grafik, Typografie, Architektur, Design und visueller Kommunikation.
Für Menschen, die das Original dem Beliebigen vorziehen.
Fotografie · Grafik · Typografie · Editorial Design · Bauhaus-inspirierte Gestaltung · KI (AI) Imaging Specialist · Prompt Designer · Creative AI Operator
Originale aus der Werkstatt eines kreativen Universalisten – geprägt von Jahrzehnten fotografischer und gestalterischer Erfahr-ung. Fotografie · Grafik · Typografie · Editorial Design · Bauhaus-inspirierte Gestaltung · KI (AI) Imaging Specialist · Prompt Designer · Creative AI Operator
„Meine Vorbilder – Bauhaus, Futurismus, die Russische Avantgarde, die holländische De-Stijl-Bewegung sowie die Fotografie und Malerei der Neuen Sachlichkeit mit ihrer Industrie-, Maschinen- und Architekturästhetik der 1920er Jahre – begleiten mich, seit ich denken kann, spätestens jedoch seit meiner Teenagerzeit. Hinzu kommen die Architektur Andrea Palladios und die Villen der italienischen Renaissance sowie die gesamte Geschichte der Architektur, des Designs, der Kunst und der Musik.
Mich fasziniert die Geschichte der Ästhetik in all ihren Epochen, Ausdrucksformen und gestalter-ischen Erscheinungsweisen – denn unverwechselbare, originäre Gestaltungsansätze sind die Grund-voraussetzung jeder bedeutenden Kunst. Sie begeistern den anspruchsvollen Betrachter gerade deshalb, weil sie eine eigenständige, unverkennbare Formensprache entwickeln und den Geist ihrer Zeit in eine zeitlose Gestaltung übersetzen.
Dies gilt gleichermaßen für das Bauhaus, die Russische Avantgarde und De Stijl wie für die großen Protagonisten des italienischen Designs des 20. Jahrhunderts. Die Memphis-Bewegung um Ettore Sottsass, Michele De Lucchi, Matteo Thun, Nathalie Du Pasquier und George Sowden – ebenso wie Alessandro Mendini, der mit seinen Arbeiten zwischen der Gruppe Alchimia und der Postmoderne zu den wichtigsten Impulsgebern des zeitgenössischen Designs zählt – haben mich nachhaltig inspiriert. Ebenso bewundere ich Achille Castiglioni, der zwar nicht zur Memphis-Gruppe gehörte, aber als eigenständige Ikone des italienischen Designs mit seiner funktionalen Klarheit, seinem Erfindungsreichtum und seiner zeitlosen Formensprache Maßstäbe setzte.
All diese gestalterischen Positionen verbindet ein gemeinsames Prinzip: Große Gestaltung entsteht dort, wo Originalität, konzeptionelle Klarheit und der Mut zu einer unverwechselbaren Formen-sprache wichtiger sind als kurzlebige Moden oder bloße Konventionen. Genau diese Haltung bildet seit Jahrzehnten das Fundament meiner fotografischen Arbeit und verleiht meinen Bildern ihre eigene gestalterische Identität.“
Rietveld, Bart van der Leck, Mondrian, Gropius (AI) - (00) - (WC)
„In der Fotografie gibt es eine Realität, die so subtil ist, dass sie realer als die Realität wird.“
Feine Weiß- bis Schwarzabstufungen, Tiefenschärfe und die Reduktion auf das Wesentliche — Schwarz-Weiß-Fotografie zwischen Entschleunigung, Tiefe und neuer Zeitlosigkeit
In einer Welt permanenter Farbreize erlebt die Schwarz-Weiß-Fotografie eine bemerkenswerte Re-naissance. Immer mehr Fotografinnen und Fotografen wenden sich wieder der bewussten Reduk-tion zu — hin zu feinen Grauwerteabstufungen, präziser Tiefenschärfe und einer Bildsprache, die Kom-position, Lichtführung und den Goldenen Schnitt erneut in den Mittelpunkt rückt. Nicht die Farbe bestimmt das Bild, sondern Struktur, Form, Rhythmus und Atmosphäre.
Gerade im digitalen Zeitalter perfekter Hochglanzästhetik wächst das Interesse an Fotografien mit Tiefe, Ruhe und Charakter. Schwarz-Weiß entzieht sich der schnellen visuellen Reizüberflutung und lenkt den Blick auf das Wesentliche. Architektur, Straßenfotografie und Porträts gewinnen durch den Verzicht auf Farbe eine besondere Klarheit. Licht und Schatten modellieren Räume und Gesichter oft eindringlicher als jede Farbigkeit.
Die aktuelle Rückkehr des klassischen Lichtbildes ist deshalb weit mehr als ein nostalgischer Trend. Sie steht für ein bewussteres fotografisches Sehen — für Konzentration, Komposition und zeitlose Bildwirkung. Schwarz-Weiß-Fotografie zeigt, dass Reduktion nicht Verzicht bedeutet, sondern Verdichtung: auf Ausdruck, Stimmung und die Essenz des Bildes.
KI-Experiment – Bubble Universe am alten NIVEA-Haus, Berlin-Charlottenburg
Franklinstraße 1 – Kosmetische Fabrik Alfred Heyn, 1956: Das markante Verwaltungsgebäude entstand für die Firma Alfred Heyn. Später wurde der Standort von Guhl und schließlich Beiersdorf über-nommen. Das weithin sichtbare, kreisrunde NIVEA-Logo erinnert an die bis heute mit dem Standort verbundene Kosmetikproduktion.
KI-Fotocollage: Experimentelle Integration fotografierter Personen und Bildelemente in neue architektonische Bildräume und Hintergründe.
The Bauhaus Endures — Master of the Bubble Universe
Sein Gedanke hat die Welt verändert, wirkt bis heute fort und wird auch in Zukunft Früchte tragen. Denn das Bauhaus war nie nur ein Stil, sondern eine Geisteshaltung elementarer Gestaltung und gesellschaftlicher Transformation: offen denken, Grenzen überschreiten, Gewohntes infrage stellen und Gestaltung immer wieder neu erfinden. Dabei ging es nicht allein um ästhetische Form, sondern um die Idee, qualitativ hochwertige, funktionale und langlebige Produkte und Lebensräume für eine moderne Gesellschaft zu schaffen. Gestaltung sollte dem Menschen dienen, Ressourcen sinnvoll einsetzen und Schönheit mit Gebrauchswert verbinden. Gerade darin liegt die ungebrochene Aktualität des Bauhausgedankens: Design zu schaffen, das nicht kurzlebigen Moden folgt, sondern durch Klarheit, Qualität und Reduktion eine zeitlose Modernität ausstrahlt – heute und weit über unsere Gegenwart hinaus.
Und Geschichte mahnt.
Das Bauhaus wurde von den Nationalsozialisten bekämpft und 1933 zur Aufgabe gezwungen. Umso bedrückender ist es, wenn heute erneut aus dem rechten politischen Spektrum gegen progressive Kultur, gesellschaftliche Offenheit und ihre öffentliche Förderung mobilisiert wird. Geschichte wieder-holt sich nicht einfach – aber bestimmte Reflexe können erschreckend vertraut erscheinen. Gerade deshalb sollte eine demokratische Gesellschaft hellhörig werden, wenn Kunst, Kultur und experi-mentelles Denken wieder unter politischen Rechtfertigungsdruck geraten.
Die ewig Gestrigen werden den Bauhausgedanken vielleicht nie verstehen. Denn dazu braucht es Neugier, Hirnschmalz und ein gehöriges Maß an kreativ-analytischem „Brain“ unter der Schädeldecke – vor allem aber die Fähigkeit, kreuz, quer und über vermeintlich unverrückbare Grenzen hinweg zu denken. Das Bauhaus entstand nicht aus geistiger Bequemlichkeit, sondern aus Widerspruch, Experiment und dem Mut, Zukunft anders zu denken. Ein Vakuum zwischen den Ohren und synapsenfreier Leerraum helfen dabei eher wenig.
Vom Missbrauch des Begriffes „Querdenken“
Der Begriff Querdenken bezeichnete ursprünglich etwas durchaus Wertvolles: die Fähigkeit, vertraute Denkmuster zu verlassen, unterschiedliche Wissensgebiete miteinander zu verbinden, Widersprüche auszuhalten und dadurch zu neuen Einsichten zu gelangen. Echtes Querdenken setzt jedoch voraus, dass man zunächst klar, logisch und geradeaus denken kann. Bei komplexen Problemstellungen genügt allerdings auch das nicht: Hier muss Denken vielfältig und multidimensional werden – Zusammenhänge aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, Wechselwirkungen erkennen und gedanklich nicht nur um eine, sondern um mehrere Ecken denken können. Gerade darin liegt echtes Querdenken: nicht am Gegenstand vorbei, sondern auf verschiedenen Wegen immer wieder zu ihm hin zu denken.
Wer dagegen Tatsachen nicht von Behauptungen, Argumente nicht von Vorurteilen und begründeten Zweifel nicht von bloßer Verweigerung unterscheiden kann, denkt nicht quer – er denkt schlicht am Gegenstand vorbei. Und wer dabei nur noch jene Informationen und Deutungen gelten lässt, die das eigene Weltbild bestätigen, läuft Gefahr, in einer geistig-intellektuellen Sackgasse zu landen: einem Denken, das sich selbst nicht mehr hinterfragt und deshalb auch kaum noch korrigieren kann.
Mit dem „Gegenstand“ ist das gemeint, worüber gesprochen, nachgedacht und geurteilt wird. Eine einzige, für alle Menschen identische „Wirklichkeit“ vorauszusetzen, greift dabei zu kurz. Jeder der rund acht Milliarden Menschen auf diesem Planeten nimmt die Welt aus einer anderen Perspektive wahr – geprägt durch unterschiedliche Lebensumstände und Schicksale, Erfahrungen und Erinnerungen, Wissen und Bildung, kulturelle Prägungen, Wertmaßstäbe, Interessen, Hoffnungen und Ängste. In diesem Sinne existieren Milliarden individuell erlebter Wirklichkeiten und Sichtweisen auf die Welt.
Doch unterschiedliche Wirklichkeiten und Wahrnehmungen bedeuten nicht, dass Tatsachen beliebig werden. Ein Ereignis kann von acht Milliarden Menschen unterschiedlich gesehen, bewertet und gedeutet werden – dennoch hat es stattgefunden oder nicht stattgefunden. Deshalb braucht vernünftiges Denken einen möglichst gemeinsamen Boden: nachprüfbare Tatsachen, historische Erfahrungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und nachvollziehbare gesellschaftliche Zusammen-hänge. Gerade weil unsere Perspektiven verschieden sind, müssen Behauptungen überprüfbar, Argumente nachvollziehbar und eigene Urteile grundsätzlich korrigierbar bleiben.
Die Vergangenheit liefert Erfahrungen und belegbare Fakten, die Gegenwart verlangt deren kritische Einordnung; die Zukunft besitzt noch keine Wirklichkeit, sondern eine Vielzahl möglicher Wirk-lichkeiten. Sie bleibt offen, lässt sich jedoch anhand vorhandenen Wissens, erkennbarer Entwick-lungen und Wahrscheinlichkeiten vernünftig abschätzen.
Am Gegenstand vorbeizudenken beginnt dort, wo diese Ebenen nicht mehr auseinandergehalten werden: wenn persönliche Überzeugung an die Stelle überprüfbarer Tatsachen tritt, Anekdoten gegen Forschung ausgespielt, historische Erfahrungen ignoriert und wissenschaftliche wie geisteswis-senschaftliche Expertise durch Allgemeinplätze, Schlagworte und rhetorisch fingierte Gewissheiten ersetzt wird.
Kritisches Denken bedeutet deshalb nicht, grundsätzlich gegen Mehrheitsmeinungen, Wissenschaft oder etablierte Erkenntnisse zu argumentieren. Es bedeutet, Behauptungen zu prüfen, Quellen abzuwägen, Widersprüche auszuhalten und die eigene Position stets der Möglichkeit des Irrtums auszusetzen. Zweifel ist ein Werkzeug der Erkenntnis – kein Freibrief, unbequeme, aber belegbare Tatsachen pauschal als Meinungsmache vermeintlicher „Mainstreammedien“ oder einer „Lügen-presse“ zu diffamieren.
Wo diese Bereitschaft fehlt, entsteht eine Boulevardisierung des Denkens: Komplexität wird auf griffige Parolen reduziert, Expertise durch Bauchgefühl und Argumentation durch rhetorische Lautstärke ersetzt. Übrig bleibt geistiges Fast Food – leicht konsumierbar, emotional aufgeladen und schnell verbreitet, aber mit geringem Erkenntniswert. Das gilt ebenso für die selbsternannten Wortführer und geistigen Wegweiser dieses Milieus. Sie haben weder das Denken neu erfunden noch ihm eine neue Richtung gegeben – denn Richtung setzt Orientierung voraus, und Orientierung einen funktionierenden inneren moralischen Kompass. Stattdessen haben sie lediglich den politischen Kurs gewechselt und steuern mit voller Kraft in die extremen Gewässer und geistigen Untiefen militanter Ewiggestriger.
Gerade deshalb ist es bedauerlich, dass der Begriff „Querdenken“ politisch vereinnahmt und weitgehend seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt wurde. Sich gegen gesicherte Erkenntnisse zu stellen, jede Gegenposition als Beweis der eigenen Unabhängigkeit zu betrachten oder aus bloßem Widerspruch geistige Originalität abzuleiten, ist kein Querdenken. Wo kritische Prüfung durch Verschwörungserzählungen, Feindbilder und die Vorstellung verborgener Mächte ersetzt wird, führt Skepsis nicht mehr zu Erkenntnis, sondern leicht in ein geschlossenes Weltbild, das Gegenargumente nicht mehr prüft, sondern passend zurechtbiegt und sie anschließend als weitere Bestätigung einer selbst zusammengezimmerten Parallelrealität umdeutet.
Kreatives Querdenken braucht Wissen, Urteilskraft, Selbstkritik und geistige Offenheit. Es verlangt gerade die Bereitschaft, die eigene Überzeugung immer wieder infrage zu stellen. Wer nicht einmal geradeaus denken kann, wird durch scharfes Abbiegen nach rechts noch lange nicht zum Querdenker im ursprünglichen Sinne des Wortes.
(AI) erzeugt aus Bits –„Binary Digits“, binären Ziffern (0/1) –, Daten, Mustern und Wahrscheinlichkeiten Ergebnisse, die intelligentem Denken erschreckend nahekommen. (HI) verfügt mitunter tatsächlich auch darüber. (LI & IL) hingegen empfinden bereits den Gebrauch des eigenen Brains als anstrengende und zeitraubende Beschäftigung – und damit als höchst fad, eintönig und öde. Frei nach dem Motto: Zu viel Nachdenken macht Aua.