Fotografische Short Cuts aus Stuttgart 2026 (21)
Stuttgart – fotografische Rückwärtsrecherche. Zwischen Landesbibliothek, Zeitungs-archiven und Tagblattturm suche ich nach den Spuren der Ermittlungsreportage meines Vaters zum Hohenzollernraub von 1953. Dazwischen: das Stuttgart von heute, seine Veränderungen und die scheinbar endlose Geschichte von Stuttgart 21.
Am 22. September 2026 war ich in Stuttgart unterwegs, um für mein Drehbuch Der Mann im Nebel und das begleitende Buch zum Hohenzollernraub zu recherchieren. In der Landesbibliothek und in Zeitungsarchiven suchte ich nach Berichten aus der damaligen Zeit. Mit der Kamera versuchte ich zugleich, Wege nachzuvollziehen, die mein Vater Arnd-Volker Gruber als Journalist bei seiner eigenen Recherche gegangen sein könnte.
Meine Fototour führte mich rund um den Tagblattturm und auch in das Gebäude hinein. Dort interessierte mich, was von der Stadt der fünfziger Jahre heute noch sichtbar ist – und wie sich ein Ort verändert, wenn man ihn mit einer alten Geschichte im Kopf betrachtet.
Auf dem Weg dorthin begegnete mir auch das gegenwärtige Stuttgart: neue Blickachsen, aufgerissene Räume und Stuttgart 21 als scheinbar nicht endende Baustelle. Diese Bilder sind meine fotografische Rückwärtsrecherche. Sie halten fest, was ich am 22. September vorfand, während ich versuchte, die Schritte meines Vaters und die Geschichte hinter seiner Reportage für mich zu rekonstruieren.